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Medien: Der Reporter - (ob)

"Fit und gesund in den Alltag"



Bad Malente-Gremsmühlen

Holsteinische Schweiz soll Gesundheitsregion werden 2003

Fit und gesund in den Alltag

Bürgermeister Michael Koch zeigte sich hoch erfreut über den riesigen Andrang zur Auftaktveranstaltung "Gesundheitsregion Schleswig-Holsteinische Schweiz" im Hotel "Intermar": "Mehr als 200 Anmeldungen der örtlichen Dienstleister zeigen, dass man aktiv an dem Projekt mitarbeiten will. Lassen Sie uns das Projekt gemeinsam gestalten". 400.000 Euro seien im Budget dafür enthalten, davon entfielen 50 Prozent auf Landeszuschüsse. Dirk Schmücker und Carolin Wulke vom Beratungsunternehmen "Projekt M" sind mit der Umsetzung des Projektes betraut und berichteten von den Ergebnissen ihrer Analyse und Befragungen der örtlichen Leistungsträger.

100 Interviews und telefonische Befragungen in Wellness-Hotels, Kur-Hotels, Fachkliniken, Kur- und Rehakliniken, ambulanten Kur- und Reha-Einrichtungen, gesundheitsorientierten Sport- und Bewegungsangeboten, Einrichtungen für gesundheitliche Fachausbildung sowie Ärzten, Heilpraktikern und Physiotherapeuten wurden dabei durchgeführt. Zwei zukunftsweisende und mit dynamischen Wachstumschancen behaftete Trends konnten dabei herausgeschält werden. Zum einen der Trend präventiver Gesundheitsurlaub, der den Aufbau einer Alltagskompetenz in Sachen geistiger, seelischer und körperlicher Gesundheit beinhalte. Zum anderen den Trend rehabilitativer Gesundheitsurlaub in Spezialkliniken. Daraus ließen sich vier Produktlinien ableiten, die in der Region positioniert werden könnten: Heilbehandlungen, passives Gesundheitserlebnis und Wellness (zur Zeit 22 Anbieter in der Region), aktives Gesundheitserlebnis und Sport sowie Gesundheitsurlaub auf dem Land.

Zu jeder Produktlinie wurde ein Referent eingeladen, der in das Thema einführen sollte. Zur Produktlinie Heilbehandlung stellte Dr. Mathias Rüdiger, Beauftragter der Geschäftsführung der Segeberger Kliniken, das Konzept der Vitalia Kliniken am Großen Segeberger See vor. Das Konzept - das einer zahlungskräftigen Klientel vorbehalten sei - sehe Angebote mit präventivem Charakter und Behandlungsmöglichkeiten bei den typischen Zivilisationskrankheiten wie Herz, Kreislauf, Orthopädie und Rheuma vor.

Michael Sprotte vom Institut für Shiatsu und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in Eutin zeigte Wege für die Produktlinie passives Gesundheitserlebnis auf. Ein Urlaub in einem Hotel könne beispielsweise kombiniert werden mit einem mehrtägigen Schnupperkurs Shiatsu. Dies könne ein ambulanter Dienstleister anbieten oder etwa das Hotelpersonal selbst, wenn es vorher eine Schulung in seinem Institut genossen habe. Ebenso interessant seien Workshops zu Qi-Gong, Reiki oder Geo-Pathologie, letzteres beschäftige sich mit den Auswirkungen der Umwelteinflüsse auf Bäume und Pflanzen und wie man diesem begegnen kann. Grundlage aller fernöstlichen Heilmethoden sei die Stärkung von Alltagskompetenz und die Stärkung der Selbstverantwortung im Umgang mit der Gesundheit.

Zur dritten Produktlinie aktives Gesundheitserlebnis hob Harald Kitzel, Leiter des Sport und Bildungszentrums in Malente, auf mögliche Synergieeffekte zwischen Tourismus und Landessportverband ab. Eine Zusammenarbeit mit ihm und den örtlichen Beherbergungsbetrieben könne er sich zum Beispiel bei den Senioren-Fitnesswochen vorstellen. Die vierte Produktlinie, Gesundheitsurlaub auf dem Land, stellte schließlich Gisela Lorenzen an Hand ihres Betriebes in Twedt bei Schleswig vor. Sie erklärte, wie die Kneippschen Ideen und Ferien auf dem Bauernhof verknüpft werden könnten.

Im Internet ist unter www.gesundheitsregion.info eine Kontaktbörse eingerichtet worden, wo sich alle Leistungsträger in Sachen Gesundheit eintragen können.

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