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Futura-BalticaMedien: Der Reporter - (ah)"Von diesen Projekten profitieren viele" |
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Drei neue Naturschutzprojekte im Kreis vorgestelltVoll des Lobes und sichtlich beeindruckt zeigte sich Landrat Reinhard Sager, als er sich drei Naturschutzprojekte, bei denen der Kreis sich finanziell beteiligt hat oder noch beteiligen wird, vor Ort besah. |
Zu diesen Projekten gehört zum einen das Curauer Moor bei Stockelsdorf, in dem drei verschiedene Moortypen vorkommen und das dadurch einmalig in Deutschland ist. Durch die finanzielle Unterstützung des Kreises konnten hier die Quellen auf dem Kalkhügel, dem größten seiner Art in Schleswig-Holstein, renaturiert werden. Träger der Maßnahmen ist die Stiftung Curauer Moor, dem der Landrat bei der Besichtigung gleich einen Zuwendungsbescheid über 3200 Euro überreichen konnte. |
Die zweite Maßnahme ist die Wiederherstellung ehemals zugeschütteter und degradierter Kleingewässer in Drögendiek. Besonders erwähnens- und lobenswert ist dabei die einvernehmliche Zusammenarbeit der drei betroffenen Grundbesitzer und dem Verein Pro Natur im Landesjagdverband als Träger der Maßnahme. 8.900 Euro schoss der Kreis zu diesem Projekt dazu, die Gemeinde Bad Malente beteiligte sich ebenfalls mit 1.800 Euro, da eins der neu entstandenen Kleingewässer zukünftig eine zweite Funktion als Löschwasserteich darstellt. "Es ist beeindruckend, wie viele verschiedene Tierarten bereits jetzt sich hier angesiedelt haben. Dieses Stück Natur ist eine Bereicherung für Mensch und Tier zugleich!" lobte Gerd Schumacher als Vertreter des Trägers dieser Maßnahme. Ein durch den Aushub entstandener Knick beherbergt rund 20 verschiedene einheimische Holzarten, zudem ist diese Anlage ein gutes Wasserreservoire für die Umgebung. Gerd Schumacher dankte auch Joachim Siebrecht als Leiter der unteren Landschaftsbehörde für die reibungslose Zusammenarbeit. |
Weiterhin besichtigte Landrat Sager an diesem Tag die Maßnahmen zur Wasserrückhaltung am Dodauer See, die vom Kreis mit 100.000 Euro unterstützt werden. Durch den flachen Anstau des Sees und Renaturierung der Schwartau wurde die Rückhaltung des Wassers erreicht, die Trägerschaft dieser Maßnahme liegt beim Wasser- und Bodenverband Ostholstein. Eine Kombination aus unterschiedlichen Finanzierungstöpfen machte diese umfangreiche Maßnahme möglich, so hat unter anderem die Stadt Eutin das Gebiet als Ausgleichsflächenpool für Eingriffe in die Natur und Landschaft durch die gemeindliche Bauleitplanung genutzt. |
Landrat Reinhard Sager lobte das Engagement der beteiligten Verbände und ehrenamtlichen Helfer, ohne die die Schaffung solch wichtiger Gebiete kaum möglich wäre. "Von diesen Projekten profitieren viele, sei es der Tourismus, die Jägerschaft, die Landeigentümer, die Natur und nicht zuletzt der Kreis und seine Einwohner." Durch die Aufwertung von Natur und Landschaft wird auch der Tourismus der Region positiv beeinflusst, der Wirtschaft also zusätzlich positive Effekte gegeben. Möglich ist die finanzielle Unterstützung solcher Naturschutzmaßnahmen durch die Ausgleichsausgabe und Einnahmen aus der Jagdsteuer, die zur Hälfte in Naturschutzprojekte fließt. Mit Blick auf die idyllischen Kleingewässer in Drögendiek kam Sager so auch schnell zu dem Schluss: "Lasst uns in 2 Jahren wieder gemeinsam nachsehen, was daraus geworden ist!"
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