Die Hansestädter sollen künftig nicht mehr bis nach Travemünde oder St. Peter-Ording fahren müssen, um das Strandleben zu genießen. Die CD U will die Großstadt an vielen Stellen selbst zum Badeort machen.
"Hamburg auf dem Weg zur Strandmetropole"
Hamburgs Geschichte als cooles Strandparadies begann mit einem zunächst müde belächelten Beach-Club in Neumühlen und einigen unverdrossenen Eibschwimmern. Inzwischen fasziniert der Boom sogar die Landespolitik: Die CDU-Fraktion will gleich an mehreren Abschnitten des Eibufers Strande anlegen und vorhandene mit der nötigen Infrastruktur als Erholungsräume ausstatten. Mit einem Bürgerschaftsantrag soll der Senat am Donnerstag ersucht werden, die Hansestadt endgültig zum Beach-Erlebnis zu machen, das sogar Touristen anzulocken vermag.
Die Christdemokraten schlagen unter anderem vor, einen Eibstrand direkt an den Eibbrücken auf der Veddel anzulegen, wie es in einem studentischen Ideenwettbewerb angeregt worden war. Das würde die Entwicklung der Veddel als „attraktiver Wohnstandort für Studenten und junge Familien fördern", heißt es im Antragstext. Zudem soll geprüft werden, ob die vorhandene Badestelle Finken-riek an der Süderelbe (Wilhelmsburg) zu einer Freizeit-und Erholungsanlage auszubauen ist.
Viel Fantasie entwickeln die Antragsteller auch für den Uferabschnitt westlich von Altona. So soll der Senat prüfen, ob das ehemalige Fährhaus Rissen neu errichtet und mit einem Strand kombiniert werden kann. Vorstellen kann sich die Fraktion dort auch ein Freilichtkino. Untersucht werden soll ferner, ob der gesamte Uferbereich von den Landungsbrücken bis nach Rissen zu einer „Elbroute" entwickelt werden kann.
Schließlich wünscht sich die CDU die Einsetzung einer behördenübergreifenden Arbeitsgruppe, die ein Konzept für diese und mögliche weitere Strandflächen erarbeiten soll. Um die Sauberkeit an den Hamburg-Playas zu gewährleisten, denken die Christdemokraten über den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern nach.
Unabhängig vom CDU-Vorstoß schenkt Bauunternehmer Klaus Bäätjer der Stadt bis Ostern einen echten Traumstrand. Auf eigene Kosten will er zwischen dem Museumshafen Övelgönne und der „Strandperle" auf 500 Metern feinsten Nordseesand aufschütten lassen.
Mittwoch 2.2.2005
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