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Futura-Baltica

Medien: OHA / von Bernd Schroeder)

340 PS wuchten 16-Tonnen-Stahlkoloss auf den Holzberg


Foto: OHA

Zwei solcher Traktoren, einer mit 160, einer mit 180 PS, waren nötig, um den Kran auf den Berg zu schleppen.

Malente-Neversfelde

Das war ein Kraftakt:

Die geballte Leistung zweier Trecker war gestern nötig, um den 16 Tonnen schweren Kran einer Kieler Firma auf den Holzberg in Malente-Ne­versfelde zu schleppen. Dort soll der 32 Meter hohe Gitter­mastkran helfen, den Aus­sichtsturm auf dem Holzberg zu vollenden.

„Mit unseren Dorftreckern können wir da nichts aus­richten", war Sabine Marth, Vorsitzende des Verschöne­rungsvereins, von vornherein klar. Deshalb hatte sich Hel­mut Bahlert, Bauleiter und Planverfasser für den Aussichtsturm, außerhalb Ne-versfeldes umgesehen und war in Radlandsichten und Sieversdorf bei den Landwir­ten Schumacher und Oster-kamp fündig geworden: Sie stellten zwei schwere Massey-Ferguson-Traktoren mit 160 und 180 PS zur Verfügung. Zur Not stand ein weiterer Fendt-Traktor aus einem Forstbetrieb bereit.

Die mannshohen Antriebs­räder drehten zwar auf dem gefrorenen Boden an der ei­nen oder anderen Stelle durch, es genügten aber zwei hintereinander gekoppelte Schlepper, um den Liebherr-Gittermastkran den schmalen und kurvigen Weg auf die Holzbergspitze zu ziehen.

Bahlert zeigte sich erleich­tert, als der Stahlkoloss mit Hilfe zahlreicher Einweiser oben angekommen war. „Ich bin froh, dass so viele mitge­holfen haben, anders ist das nicht zu bewerkstelligen." Zu­dem hatte der Wetterbericht Regen angekündigt. Auf ver­eister oder aufgeweichter Pis­te wären vermutlich selbst die PS-starken Schlepper stecken geblieben. „Das war höchste Zeit", sagte Bahlert.

Der Kran hätte eigentlich schon morgens um 8 Uhr aus Kiel eintreffen sollen - kam allerdings fast zwei Stunden später: Eine der beiden Ach­sen sei eingefroren gewesen, hieß es. Zwei Tage soll der Aufbau dauern, dann sollen die schweren Holzbalken aus Lärchenholz per Maschinen­kraft an ihre Position gehievt werden: „Da kannst du kei­nen von tragen, selbst die klei­nen nicht", erklärte Zimmer­mann Ramon Rohmann aus Majenfelde. „Wie Streichhöl­zer" kämen ihm die Balken ei­nes normalen Dachstuhls im Vergleich vor.

Die Zimmerleute wollen gleich Montag mit dem Wei­terbau loslegen. Sie haben noch einiges zu tun. Gut zehn Meter des 9o.ooo-Euro-Bauwerks stehen zwar schon, es fehlen aber noch 18 Meter. Die sollen spätestens im April erreicht werden. Dann will der Verschönerungsverein Richtfest feiern.

Foto: OHA

Geschafft:

Erleichterung herrschte nach dem zugkräftigen Manöver, mit dem der Kran vor den Turm bugsiert wurde.

Foto: Bernd Schröder

OHA, Samstag, 19. Februar 2005

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