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Medien: OHA / von Dieter Schäfer

Ölmühle: "Die Sohlgleite nimmt Formen an"

Fotos: Dieter Schäfer

Plön-Ölmühle:

Die Sohlgleite im Verlauf der Schwentine bei Plön nimmt Formen an: Zurzeit wird der Fluss umge­leitet: Er fließt jetzt durch die alte Turbinenkammer der Öl­mühle und entwässert von hier durch zwei zehn Meter lange Stahlrohre.



Wälle und ein neues Flussbett wurden jetzt mit großen Mat­ten aus einem Gewirr von Ny­lon und Filz ausgelegt. „Das ist der eigentliche Clou der Sohl­gleite", hieß es vor Ort an der Baustelle. Die etwa ein Zenti­meter starken Matten werden noch mit einer Schicht Feld­steinen beschwert und schüt­zen so die Erdwälle vor Abtrag durch die Strömung. Später werden die neu geschaffenen Wälle die Schwentine zwin­gen, in Windungen zu fließen. Von hier macht sich der Fluss dann - quasi „gebremst" - wei­ter auf den Weg zum Großen Plöner See.

Vor rund sieben Wochen hat­ten die Arbeiten für die neue Sohlgleite begonnen. In dieser Zeit hat sich das Gelände des hier beheimateten Wasser­sportvereins Plön-Fegetasche (WPF) verändert: Das ehema­lige Kastenwehr ist abgerissen, und die Stelle, an der zukünftig die Schwentine aus dem Höft­see entwässert, ist auf rund 20 Meter verbreitert worden. Bei diesen Erdarbeiten kamen Ei­chebalken ans Tageslicht, die vermutlich zum ersten Aal­wehr von 1690 gehörten und im Bereich des Kolks den künstlichen Damm aus dem 17. Jahrhundert verstärkten.

Mit rund 40 übergroßen Kunststoff-Sandsäcken, soge­nannten „1250 kg-Big-Packs", wird oberhalb und unterhalb der Baustelle das Wasser des Höftsees und der Schwentine zurückgehalten. Zurzeit wird der Fluss - wie bereits im OHA ausführlich berichtet - umge­leitet: Er fließt jetzt durch die alte Turbinenkammer der Öl­mühle und entwässert von hier durch zwei zehn Meter lange Stahlrohre sowie den Filzmatten aus Neylon und Filz sichern den Untergrund der Schwentine im Bereich der neuen Sohlgleite. Fotos: Dieter Schäfer „Alten Graben" der ersten Plö­ner Sägemühle. Wenig später erreicht die Schwentine wie­der ihr altes Flussbett.

Vielen Wasserwanderern ist die Höftsee-Übersetzsteile be­kannt. Auch sie hat in den ver­gangenen Tagen viele Ände­rungen erfahren: Im Rahmen der laufenden Bauarbeiten wurde sie teilweise abgeris­sen. Die „Eiserne Lore", mit deren Hilfe die Boote trans­portiert werden konnten, hat ausgedient. Ihre Aufgaben wird an gleicher Stelle zukünftig ein Rollensystem übernehmen.

Wenn weiter­hin alle Arbeiten nach Plan verlaufen, sollen Sohlgleite und Übersetzstelle mit Be­ginn der Wassersportsaison fertig gestellt sein. Zurzeit werden die 1,80 Meter tiefen Fundamente für einen Wehr-Übergang vorbereitet. Ob al­lerdings die Betonarbeiten be­ginnen können, wird von den Temperaturen der nächsten Tage abhängen.


Holzturm

Filzmatten aus Nylon und Filz sichern den Untergrund der Schwentine.

LAG: Lokale Aktonsgruppe

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