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Futura-BalticaMedien: OHA / von Bernd Schröder
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Vorstände gehen auf Fusionskurs
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Bad Malente-Gremsmühlen
Das Nebeneinander von Ostseebäder-Verband und Holsteinische Schweiz Tourismus soll nach dem Willen der Vorstände beider Institutionen beendet werden. Beide Mitgliederversammlungen entscheiden Anfang Dezember, ob ihre Verbände Vorbereitungen für eine Fusion treffen werden.
Die Mitgliederversammlungen des Ostseebäderverbandes OBV und des Holsteinische Schweiz Tourismus HST sollen am 6. Dezember unabhängig voneinander über die grundsätzliche Frage entscheiden, ob sie eine Fusion beider Verbände wollen. "Alles weitere muss danach diskutiert werden", erklärte Michael Koch, Vorsitzender des HST. Dieser Verband mit Sitz in Malente ist mit 26 Mitgliedern aus Kommunen, Kreisen, Fremdenverkehrsvereinen und weiteren Einrichtungen etwa halb so groß wie der in Timmendorfer Strand beheimatete OBV mit 50 Mitgliedern.
Zunächst gehe es um eine Grundsatzentscheidung der Mitglieder. Danach müssten Details geklärt werden, wie Finanzierungsfragen, Sitz des fusionierten Verbandes oder Marketingausrichtung. "Auf Vorstandsebene sehen wir mehr Vorteile als Nachteile einer Fusion", sagte Koch.
Schon jetzt gebe es eine intensive Zusammenarbeit, etwa eine gegenseitige Vertretung auf Messen. Effizienzsteigerungen verspricht sich Koch auch von einem gemeinsamen Gastgeberverzeichnis. Zudem könne das Problem doppelter Mitgliedschaften so gelöst werden, die für Kommunen auch doppelte Mitgliedsbeiträge bedeuteten.
Forciert werden die Fusionsbestrebungen durch den vor zwei Jahren erfolgten Beschluss des HST, einen hauptamtlichen Geschäftsführer zu bestellen, um "schlagkräftiger" agieren zu können. Das koste mehr Geld als ehrenamtliche Führung. "Daher stellt sich jetzt die Frage, ob wir den hauptamtlichen Apparat ausbauen oder mit einer Fusion eine andere Möglichkeit verfolgen", machte Koch deutlich.
Bedenken, dass die Region Holsteinische Schweiz angesichts größerer wirtschaftlicher Potenz der Ostseebäder in einem gemeinsamen Verband unter die Räder kommen könnte, teilt Koch nicht: "Die Zusammenarbeit ist schon seit Jahren von einer positiven Tendenz geprägt." Zudem wäre die Holsteinische Schweiz in einem gemeinsamen Verband unter anderem mit den Bürgermeistern von Plön, Bad Segeberg und Malente gewichtig vertreten.
Mit den Fusionsbemühungen solle niemand überfahren werden, erklärte Koch. Aber der HST-Vorstand sei überzeugt, dass eine Fusion ein Zukunft weisender Weg sei, beide Regionen besser zu vermarkten.
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